Die erweiterte “Wer bin ich?” – Meditation

“Finde den Ursprung des Ichs. Dann werden alle Schwierigkeiten verschwinden und das reine Selbst alleine wird bleiben.”

(Ramana Maharshi)

 

Einer der Königswege für die Errungenschaft von wahrer Glückseligkeit und innerem Frieden besteht in einer regelmäßigen Meditationspraxis.

Wenn du zu den Menschen gehörst, die es satt haben, sich von ihren inneren Konflikten, Sorgen, Ptoblemen und dem damit zusammenhängenden Gedankenkarussell in den Wahnsinn treiben zu lassen, tust du also definitiv gut daran, in die Welt der Meditation einzutauchen.

Aber welche von den zahllosen Meditationstechniken sollte man für die eigene Übung wählen, um möglichst schnell in den Genuss der erwünschten Resultate zu kommen.

Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, da dies von individuellen Persönlichkeitsfaktoren und Vorlieben jeder Person abhängt.

Dennoch gibt es eine Reihe von Meditationstechniken, die in ihrer Wirksamkeit aus der Masse herausragen und dabei von Menschen mit durchschnittlichen Meditationsfähigkeiten erfolgreich angewendet werden können.

Eine dieser Meditationsformen wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch den berühmten indischen Mystiker Ramana Maharshi verbreitet und als “Wer bin ich?” – Meditation bekannt. Ramana Maharshi selbst galt als Erleuchteter und hatte diesen begehrten “Zustand” mit Hilfe einer beständigen Hinterfragung und Erforschung des Ursprungs seines „Ichs“ bzw. seiner Gedanken erlangt. Er  empfahl und lehrte diese Methode bis zu seinem Lebensende als schnellsten und direktesten Weg zur Beseitigung des Ego und zur Erlangung der Erleuchtung.

Nun muss man wissen, dass es bei der Frage „wer bin ich?“ nicht darum geht, den eigenen Namen, Geschlecht, Körpergewicht, Größe, Beruf, Hobbies, Talente und Schwächen zu nennen. Vielmehrgeht zielt sie darauf ab, dass wir den Ursprung unseres Ich-Erlebens entdecken, quasi den- oder dasjenige, das behauptet, diesen Namen, Beruf, Geschlecht etc. zu haben.

Auf dem Weg zu dieser Erkenntnis tauchen wir automatisch immer tiefer in das Mysterium unseres Daseins ein, das durch Worte schon bald nicht mehr angemessen beschrieben werden kann.

Nun gibt es bei der Anwendung der klassischen “Wer bin ich?” – Meditation allerdings einen großen Haken. Unser Denkmechanismus wird auf diese Frage nämlich immer mit einem Begriff antworten. Und Begriffe sind keine Erfahrung.

Zur Veranschaulichung: angenommen, ich antworte auf die Frage “wer bin ich?” mit dem Wort “ich”, dann erlebe ich dabei nur den “Ich-Gedanken”, nicht aber das “Ich” selbst.

Um dieses Problem zu lösen, entwickelte Charles Berner den “Erleuchtungs-Intensiv-Prozess” und Zivorad Slavinski den “Gnostischen Intensiv-Prozess”. Beide sind sehr effektiv. Leider können sie aber nur in der Zusammenarbeit mit einem Partner durchgeführt werden, so dass sie als Meditation für einzelne ungeeignet sind.

Zum Glück gibt es aber auch eine “Wer bin ich?” Meditation, die das Problem der ursprünglichen Variante löst.

Dies ist ein großes Geschenk, da die direkte Erfahrung des wahren Selbstes ungeheuer wohltuend ist und darüber hinaus auch das Potenzial für eine wirkliche Persönlichkeitstransformation birgt.

Hier also die erweiterte “Wer bin ich?” -Meditation:

Begib dich in deine bevorzugte Meditationshaltung und gib dir etwas Zeit, zur Ruhe zu kommen.

Wann immer dann ein bestimmter Gedanke(ngang) deine  Aufmerksamkeit auf sich zieht, konfrontiere ihn mit folgender Frage: “Wer hat diesen Gedanken?”

Der Denkapparat wird dann antworten: “Ich”

Nun konfrontiere diesen “Ich-Gedanken” in einem zweiten Schritt mit der Frage: “Woher kommst du?” und fühle tief in diese Frage hinein.

Alternativ kannst dich auch fragen: “Wer (oder was) ist dieses Ich?” oder “Was ist dein Ursprung?”  Auch hierbei fühle tief in diese Frage hinein.

Sobald dir dann ein neuer Gedanke kommt, konfrontiere auch diesen wieder wie eben beschrieben und durchlaufe die gleichen Schritte immer wieder.

Wichtig ist hierbei zu wissen, dass dein wahres Selbst reines Gewahrsein ist und keine Worte benutzt . Es ist tiefe Stille ohne jegliche Gedanken. Durch die Konfrontation des Ich-Gedanken taucht es allmählich auf und kommt immer mehr zum Vorschein. Du wirst deinen Fortschritt daran erkennen, dass du Momente hast, in denen du in eine Gedankenfreien Weite eintauchst. Erhälst du auf deine Fragen jedoch gedankliche Antworten, stammen diese nicht von deinem wahren Selbst, sondern vom Ich-Gedanken.

Mit etwas Übung wirst du mit dieser Meditation früher oder später an einen Punkt gelangen, an dem auch die Verbalisierung der Fragen wegfällt. Stattdessen wirst du reine Stille erfahren sowie tiefe Freude und Frieden. Die Technik hebt sich also irgendwann selbst auf und der Beweis dafür, dass du auf dem richtigen Weg bist, besteht darin, dass du eine stille Weite bist. Dies ist zugleich der natürliche Zustand anstrengungsloser Freiheit.

Die schnellste Möglichkeit, diesen Zustand reinen Seins als Antwort auf die Frage “Wer bin ich?” zu erfahren, besteht jedoch nach wie vor darin, einen gnostischen Intensivprozess zu durchlaufen. Hierbei gelingt das Eintauchen in das wahre Selbst oft bereits in einer Sitzung. Wenn du daran interessiert sein solltest, melde dich einfach bei mir und ich führe dich durch diesen Prozess.

Wenn du diese Erfahrung jedoch bereits gemacht hast, könnte die erweiterte “Wer bin ich? – Meditation” genau das richtige für dich sein.

Versuch es!